Wählen mit 16 – jetzt!

#alt_genug

Zur Landtagswahl 2026 sollen Jugendliche ab 16 Jahren mitbestimmen, wer Baden-Württemberg regiert. Dafür muss die Forderung:

“Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Landtagswahlen”

in den Koalitionsvertrag der nächsten Landesregierung. Wir fordern ALLE Parteien dazu auf sich hinter die Forderung zu stellen, denn wir sind der Überzeugung 16 ist #alt_genug!

Weiter unten die Statements der einzelnen Parteien.

Beim Thema Wahlaltersenkung scheiden sich die Geister an der „Reife“ der Altersgruppe der unter 18-Jährigen. Gegner*innen einer Absenkung des Wahlalters verlangen meist nach einer Begründung, warum Jugendliche auch wählen dürfen sollten. Wir sehen das andersherum: Warum wird der Zukunft unserer Gesellschaft das fundamentale Recht zu wählen verwehrt?

Argumente

1. Generationengerechtigkeit

Unsere Gesellschaft altert. Der Demografische Wandel führt dazu, dass der Anteil älterer und alter Menschen an der Bevölkerung steigt. Laut statistischem Landesamt sind mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten über 60! Parteiprogramme orientieren sich oft an den größten Wähler*innengruppen, dadurch werden Interessen von jungen Menschen benachteiligt!

2. Das Interesse ist da

Formate der politischen Bildung und der Jugendbeteiligung zeigen immer wieder: Jugendliche beschäftigen sich mit vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Themen. Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität und ÖPNV, Fahrverbote, Lehrerfortbildung und Antidiskriminierung, Netzausbau und eine Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum werden kompetent und kontrovers diskutiert.

3. junge Menschen übernehmen bereits Verantwortung

Die Erfahrungen aus zahlreichen Beteiligungsverfahren in Städten und Gemeinden zeigen, wie vielfältig Jugendliche sich im Gemeinwesen einsetzen: Sie wollen gut ausgebaute Fahrradwege sowie Bus- und Bahnnetze mit günstigen Ticketpreisen. Sie wollen gut ausgebautes Internet, bessere Straßenbeleuchtung, mehr Orte für das Zusammentreffen, mehr Unterstützung fürs Ehrenamt. Und darüber hinaus Dinge, die nah an der jeweils eigenen Lebensrealität sind: funktionierende Toiletten in der Schule, besseren Unterricht und gut qualifizierte, digital sattelfeste Lehrer*innen. Und nicht zuletzt fordern sie auch attraktive Freizeitangebote für Jugendliche vor Ort, denn diese orientieren sich oft überwiegend an Familien mit kleinen Kindern und an Senior*innen.

4. junge Menschen wählen NICHT extrem

Die Autor*innen der Shell Jugendstudie stellten schon 2006 fest: „Die Jugendlichen gehen mit sehr anspruchsvollen Maßstäben und Qualifikationsvorstellungen an den Wahlakt heran. Sie sind der Auffassung, es gehöre genaue Kenntnis von Parteiprogrammen und politischen Zusammenhängen als Voraussetzung dazu. Hier sind Jugendliche erheblich anspruchsvoller als die ältere Bevölkerung, die teilweise ohne jede sorgfältige politische Vorabinformation an den Wahlvorgang herangeht.“

Wahlen als eine der zentralen Formen politischer Beteiligung sollen eine junge, interessierte, engagierte Generation nicht ausschließen. Die Gesellschaft muss Jugendlichen mit einem Vertrauensvorschuss begegnen. Es gibt längst mehr als genug Studien zum Thema Jugend und Politik, die bestätigen, dass Jugendliche Wahlen und Politik ernst nehmen. Die U 18-Wahlen, die schon seit vielen Jahren für alle politischen Ebenen stattfinden, zeigen, dass Jugendliche eher seltener als volljährige Wähler*innen zu politischen Extremen neigen.

5. junge Wähler*innen für eine stabile Demokratie

Junge Menschen sind es aber, die die langfristigen Folgen der politischen Entscheidungen von heute tragen. Sie wollen sich wirksam in die Diskussionen einbringen, bekommen aber nur eng begrenzte Möglichkeiten dazu. Mit dem schwindenden Vertrauen in die politischen Institutionen kann nicht nur das Vertrauen in die Wirksamkeit der Wahlen sinken. Der Politik droht, das Interesse Jugendlicher zu verlieren.

Argumentationshilfe

Statements der Parteien und anderer Akteure

1. FDP

2. CDU

3. SPD

4. Bündnis 90 die Grünen